Lukullische Abenteuer

Top 7 Arabische Käse aus Saudi-Arabien

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Jubna ist das arabische Wort für Käse, und obwohl Sie auf den internationalen Märkten und in den gehobenen Restaurants Saudi-Arabiens jede erdenkliche Sorte finden können, bleiben traditionelle arabische Sorten aus der ganzen Region am beliebtesten. Wenn Sie Saudi-Arabien besuchen, sollten Sie unbedingt diese sieben beliebten Weißkäsesorten probieren.

Nabulsi

Dieser Käse stammt ursprünglich aus der Stadt Nablus in Palästina und ist eine wesentliche Zutat der sehr beliebten, süßen und wohlschmeckenden Nachspeise Kunafa, in der der Käse gerieben und unter gebratenen Fadennudeln geschichtet und gebacken, bis er sprudelt und knusprig ist. Dann wird er mit einem nach Rosenwasser duftenden einfachen Sirup übergossen. Der Halbhartkäse wird aus Ziegen- oder Schafsmilch hergestellt und wird entweder süß (ungesalzen) oder gepökelt verkauft. Letzteres ist extrem salzig und „würde für einen westlichen Gaumen exotisch schmecken“, sagt Majed Al Muhanna, ein Dokumentarfilmer für traditionelles Essen. Diese Käsesorte wird normalerweise nachtsüber eingeweicht, bevor man sie in Salaten und Sandwiches verwendet.

Chamee

Diese hausgemachte Sorte ist der traditionelle Käse der arabischen Halbinsel. Diese Käsesorte war besonders in Nomadenzeiten beliebt, bevor importierter Käse in der Region weit verbreitet war.  Chamee wird aus Laban, einem flüssigen Joghurt, hergestellt  und hat so eine Konsistenz wie Ricotta und einen salzigen, würzigen Geschmack. Die meisten Einheimischen verwenden diese Käsesorte, um süße und wohlschmeckende Kombinationen zuzubereiten, wie mit Chamee gefüllte Datteln oder Fladenbrot mit Käse und Honig.

Haloumi

Haloumi, eine weiterer aus der Levante importierte Käsesorte, ist ein Salzkäse aus Ziegen- und Schafsmilch. Obwohl diese Käsesorte salzig ist, braucht man sie vor dem Essen nicht einzuweichen, aber es sollte gegrillt oder in der Pfanne gebraten werden. Haloumi ist eine leckere, weiche, salzige Beilage zu Sandwiches, kann aber auch als einen Imbiss gegessen werden und passt wunderbar zu frischer Wassermelone oder gegrillten Tomaten. „Ich mag die Konsistenz und den Geschmack“, sagt Al Muhanna. „Diese Käsesorte ist sehr weich, behält aber ihre Form.“

Puckkäse

Obwohl dieser verarbeitete Milch-Brotaufstrich in den Niederlanden hergestellt wird und in den 1960er und 1970er Jahren von industriellen Molkereiunternehmen in Saudi-Arabien eingeführt wurde, gilt er als „der am häufigsten in saudischen Haushalten verbrauchte Käse“, sagt Al Muhanna. Am besten lässt es sich wohl auf Weißbrot streichen und aufrollen. Ein weiterer Publikumsmagnet: das Sandwich „Chips Oman“, ein besonderer regionaler Imbiss, bei dem man ein Brötchen mit Kartoffelchips mit Chili-Geschmack, Puckkäse und einer Art Fleisch (manchmal Hot Dogs) füllt.

Akkawi/Taif-Baladi

Akkawi-Käse ist ein weicher Weißkäse mit einem leicht salzigen Geschmack und einer dem Mozzarella ähnlichen Konsistenz, die diese Käsesorte ideal für den Belag des beliebten saudischen Imbisses Akkawi-Manakeesh macht, eines Fladenbrots, das Pizza ähnelt. Die ungesalzene Sorte wird verwendet, um die beliebte Ramadan-Nachspeise Qatayef zuzubereiten – dabei wird der Käse mit Sahne, zerdrückten Pistazien und Rosenwassersirup vermischt. Der Käsesorte Akkawi ziemlich ähnlich ist der Taif-Baladi-Käse, der ausschließlich in der gleichnamigen Region hergestellt wird. „Er hat ein bisschen Bitterkeit, was ihn einzigartig macht“, sagt Al Muhanna. Sowohl pasteurisierte als auch nicht pasteurisierte Varianten sind erhältlich – Al Muhanna empfiehlt, die erste Variante zu wählen.

Saudischer Feta

Die örtliche Version dieses mediterranen Klassikers ist eine relativ neue Ergänzung des Käseangebots der Region, hat sich jedoch schnell zu einer der beliebtesten entwickelt. Saudischer Feta ist ein cremiger, gesalzener Quark aus Kuhmilch, der milder ist als der griechische Feta. Saudis genießen es gerne auf warmem Fladenbrot mit frischen Kräutern.

Labneh

„In saudischen Haushalten bevorzugt man Labneh auch sehr“, sagt Al Muhanna. In der Vergangenheit wurde Labneh hergestellt, um frische Milch für Wanderungen der Nomaden durch die Wüste zu konservieren und aufzubewahren, aber die daraus resultierenden Produkte, die von fermentiertem, trinkbarem Joghurt bis hin zu mit Öl und Kräutern überzogenen Käsebällchen reichen, bleiben für die kulinarische Landschaft Arabiens unverzichtbar. Dieser „Joghurt-Käse“ kann in verschiedenen Konsistenzen hergestellt werden, von flüssig bis etwas wie Frischkäse, je nachdem, wie lange er in einem Seihtuch abseihen gelassen wird. Labneh wird meistens mit frischem Brot, geschnittenem Gemüse und Kräutern serviert oder auf knusprigem, heißen, gerade aus dem Ofen geholten Man’oushe (Fladenbrot) gestrichen.

Klicken Sie hier, um in die Geschichte der Datteln, eines weiteren saudischen Grundnahrungsmittels, einzutauchen.

Felicia Campbell ist Kochbuchautorin, Zeitschriftenredakteurin und kulinarische Anthropologin, die viel durch den Nahen Osten gereist ist. 

Reisen Sie verantwortungsbewusst

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