Das historische Dschidda Das historische Dschidda

Das historische Dschidda

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Bevor das Gebiet Al-Balad, das „historische Dschidda“ 647 n. Chr. zum Seehafen von Mekka erklärt wurde, lag es in einem attraktiven Küstengebiet, das im Laufe der Jahre zu einem multikulturellen Zentrum wurde. Dieser Teil der Welt enthüllt ein menschliches Erbe, dessen Mauern mit acht Toren verschiedene historische Faktoren herausforderten; jedes Tor ist für seine historischen Geschichten bekannt. Außerdem gibt es hier mehr als 10 alte Häuser, die für ihre besondere architektonische Gestaltung und die Namen ihrer alten Familien bekannt sind. Hier können Sie die gemütlichsten Fotos machen.

Ein weltweit anerkanntes Erbe

 

Entdecken Sie den Ort, der von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, nachdem die alten Häuser mithilfe modernster Technologien und Fachwissen in Kunstgalerien und spezialisierte Cafés umgewandelt wurden. Wann immer Sie im Gebiet Al-Balad nach oben blicken, sehen Sie die hölzernen Rawashins, die als Beispiel für authentische Architektur über dem modernen Leben schweben, das unter ihnen stattfindet.

Der Zauber von Al-Balad, dem „historischen Dschidda“, beschränkt sich nicht nur auf das kulturelle Erbe in der Umgebung. Nur zwanzig Minuten von diesem Gebiet entfernt finden Sie vielmehr auch die besten Einkaufsmöglichkeiten und internationalen Restaurants. Al-Balad liegt weitere zwanzig Minuten vom größten und wichtigsten Autorennen der Welt, den Großen Preis von Saudi-Arabien im Formel-1-Rennen, entfernt.

Die Tore zur Stadtmauer von Dschidda Die Tore zur Stadtmauer von Dschidda

Die Tore zur Stadtmauer von Dschidda

 

Bei Ihrer Ankunft werden Sie feststellen, dass das historische Dschidda mehrere Tore hat. Die alten Gassen von Dschidda wurden nämlich früher von einer Mauer mit acht Toren umschlossen, die vor Einbruch der Dunkelheit geschlossen wurden, um die Einwohner der Gassen zu schützen und ihre Märkte zu sichern. Fast jede Seite hat ein Tor. Das berühmteste Tor ist das Tor „Bab Dschadid“ im Osten. Es wurde in den frühen vierziger Jahren nach der Gründung des Königreichs Saudi-Arabien erbaut und gilt als das letzte Tor zur Stadtmauer von Dschidda. An zweiter Stelle steht das Tor „Bab Mekka“ in der Ostseite gegenüber dem Markt „Souq Al Badu“. Dieses Tor diente zum Schutz der Märkte und Verkaufsstellen und wurde auch als Durchgang genutzt. In der südlichen Region findet man das Tor „Bab Sharif“, das die Bewohner dieser Gassen nutzen, wenn sie spazieren gehen oder Märkte außerhalb dieses Gebiets, wie z. B. „Haradsch Al-Asr“, besuchen. Dieser Markt hat sich heute zu einem großen beliebten Markt entwickelt.

Ein Rundgang durch die schönsten antiken Häuser Ein Rundgang durch die schönsten antiken Häuser

Ein Rundgang durch die schönsten antiken Häuser

Beit Nassif

 

Bereiten Sie sich auf einen Rundgang durch Häuser aus der erstaunlichen Geschichte des Gebiets Al-Balad vor und beginnen Sie mit dem Beit Nassif (Das Nassif-Haus), wo Sie das erste arabische Haus im orientalischen Stil in der Stadt Dschidda sehen werden. Dieses Haus wurde im Laufe der Jahre als vorübergehende Residenz für Könige und Gelehrte genutzt. Es besteht aus 40 geräumigen Zimmern mit hohen Decken. Seine Etagen wurden in Kunstausstellungen und gemütliche Cafés umgewandelt, in denen Sie mit Ihrer Familie oder Ihren Freunden Abende voller Geschichten und Freude verbringen können.

Beit Al- Matbouli

 

Gehen Sie weiter zu Fuß zum Beit Al- Matbouli (Das Matbouli-Haus), das einem historischen Museum ähnelt und seit seiner Gründung alle Elemente der architektonischen Schönheit bewahrt. Alles darin sieht wie ein Gemälde aus. Die Geschichte des Baus dieses wunderbaren Meisterwerks reicht fast 420 Jahre zurück. Die Wände des Gebäudes wurden so konstruiert, dass sie die Temperaturen senken und ein angenehmes, gemäßigtes Klima aufrechterhalten. Dabei wurden lokale Materialien mit orientalischer Architektur vermischt, wobei die Kulturen der überseeischen Länder eine Rolle in der Inneneinrichtung spielten. Holz wurde nämlich aus Ostasien importiert und Al-Mangabi-Steine aus dem Roten Meer wurden verwendet.

Beit Nour Wali

 

Danach können Sie zum Beit Noor Wali (Das Haus von Nour Wali) gehen, das sich durch seine grünen, nach außen ragenden Fenster auszeichnet. Diese Fenster sind ein charakteristisches Merkmal der Hedschasi-Architektur, werden „Al-Rawashin“ genannt und beinhalten zarte Inschriften. Ein weiteres wunderbares architektonisches Merkmal ist das effiziente Wassersystem, das aus an der Wand angebrachten Rohren besteht, die in der Vergangenheit dazu dienten, Regenwasser in einen unterirdischen Tank abzuleiten.

Dieses Haus wurde von einem Scheich aus Dschidda namens „Mahmoud Al-Sabban“ gebaut, der sich für Architektur begeisterte. Im Jahr 1946 wurde das Haus an Abdul Qadir Nour Wali verkauft, und so erhielt das Haus seinen Namen. Es gilt seit langem als eines der Beispiele der spektakulären architektonischen Schönheit im historischen Dschidda.

Beit Al Sharbatly

 

Halten Sie Ihre Kamera bereit, wenn Sie Beit Al Sharbatly (Das Al Sharbatly-Haus), eines der ältesten und bekanntesten Häuser des historischen Dschiddas, erreichen. Es wurde 1916 von Al-Sharif Abdullah Al-Abdali erbaut ist immer noch unversehrt. Mit seinen schneeweißen Säulen und den besonderen Holzfenstern und Balkonen bietet das Haus einen herrlichen Blick auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region. Jede einzelne Fliese wurde sorgfältig ausgewählt, um im Laufe der Zeit zu einer Antiquität zu werden, auf der die Inschrift „In Hedschas – Dschidda hergestellt“ zu lesen ist.

All diese faszinierenden Details werden Sie nicht von der einzigartigen Geschichte von Beit Al Sharbatly  ablenken. Früher war das Gebäude der Sitz der ägyptischen Botschaft in Saudi-Arabien. Auf seinen vier Etagen fanden einst zahlreiche fruchtbare Treffen statt. Heute ist es ein kulturelles Zentrum und ein beliebter Ort, in dem Kunstgalerien eröffnet werden und kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Sie können durch die antiken Säle und Räume schlendern, aber verpassen Sie nicht die Chance, durch einen der unvergleichlich präzise gestalteten Holzbalkone zu blicken, um die Schönheit der umliegenden alten Häuser im Zauber des Sonnenuntergangs zu bewundern.

Beit Seinal

 

Das Beit Seinal (Das Seinal-Haus) befindet sich am Eingang zum historischen Dschidda im Haret Al-Sham. Das Haus von Seinal Ali Reda ist in seiner ganzen Pracht erhalten und weist noch die eingravierten Inschriften an den Fenstern auf. Die eingravierte Tür ist mit auffälligen Inschriften versehen, die den künstlerischen Charakter der Epoche widerspiegeln. Heute wurde dieses einst prächtigste alte Haus in der Gegend zu einer Ausstellung in eine umgewandelt, die diese historische Epoche beleuchtet. Es ist auch als das Haus der Niederlande bekannt, da es seinerzeit unter anderem Sitz der niederländischen Botschaft war. Außerdem waren Pilger aus Asien zu Gast in diesem Haus, wo ihre Reise nach Mekka geregelt wurde.

Beit Al-Batterdschi

 

Wenn Sie in das Gebiet Al-Balad kommen, fällt Ihnen sofort das bezaubernde alte dreistöckige Beit Al-Batterdschi (Das Al-Batterdschi -Haus) mit seinen attraktiven Farben und seiner dicken Bauweise auf. Es war der erste Sitz der amerikanischen Botschaft in Dschidda. Es enthält noch seltene Möbel, Werkzeuge und Geräte der damaligen Zeit, wie zum Beispiel das erste saudische Telefon mit dem Logo „zwei Schwerter und eine Palme“. Auch die Wände im Inneren des Hauses sind mit Bildern bedeckt, die seinen bedeutenden Stellenwert hervorheben. Die besonderen Details und die Geschichte, die sich in und um dieses Haus erstreckt, machen es zu einer besonderen Touristenattraktion.

Beit Baeshen

 

Das Beit Baeshen (Das Baeshen-Haus) hat sich als Zentrum für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen etabliert. Früher trafen sich hier die edlen Leute von Dschidda. Heutzutage ist es mit seiner prächtigen Architektur, die sich in den wunderschönen Rawashins und den sorgfältig gebauten Balkonen manifestiert, ein erstaunliches Touristenziel. Dieses Haus wurde von Scheich Muhammad Saleh Ali Baeshen im Jahre 1273 (nach der islamischen Zeitrechnung) nach den höchsten Standards der islamischen Kunst erbaut. Heute umfasst das Haus erlesene Kunsthandwerke und Dokumente in Form von seltenen Fotografien und Manuskripten.

Beit Al Rashaida

 

In der Mitte des Tores von Beit Al Rashaida (Das Rashaida-Haus) befindet sich eine Tafel, auf der ein Koranvers im Jahre 1301 (nach der islamischen Zeitrechnung) eingraviert wurde. In der Vergangenheit war dieser Ort dafür bekannt, dass alle akademischen Aktivitäten in ihm stattfanden. Bis heute hat sich seine Identität durch saudische Künstler bewahrt, indem hier Kunstwerke zum Erbe von Dschidda veröffentlicht und von Zeit zu Zeit Kunstkurse organisiert werden. Kunstliebhaber und Kulturinteressierte können hier in Erinnerungen schwelgen.

Beit Sallum

 

Dieses Haus wurde in ein Museum mit dem Namen „Das Haus von Dschidda und unseren guten Tagen“ umgewandelt und bewahrt all seine Besitztümer auf. Es scheint, als ob die Zeit im Gebiet Al-Balad fixiert würde. Obwohl das Nassif-Haus denselben Standort und dieselbe Epoche hat, ist das Museum von „Dschidda und unseren guten Tagen“ einzigartig in seinen sozialen Besitztümern und Haushaltsgegenständen. Bei Ihrem Rundgang mit der Familie können Sie Ihren Kindern das Grammophon, alte Konserven, alte Münzen und die ersten Versionen beliebter Erfrischungsgetränke zeigen.

Al-Shafi'i Moschee Al-Shafi'i Moschee

Mehr Standorte im Herzen der Geschichte

Ribat Al-Khondschi

 

Ribat Al-Khondschi gilt als eines der herausragendsten Beispiele für islamische Architektur im Gebiet Al-Balad. Seit mehr als 200 Jahren dient dieses Haus als soziale und humanitäre Unterkunft für alte, einsame und reisende Frauen. Dieses geschichtsträchtige Gebäude wurde 1813 n. Chr. von Muhammad Al-Khondschi erbaut und steht in Haret Al-Sham im historischen Dschidda, als würde es ständig Vorträge halten.

Al-Shafi'i Moschee

 

Die alte Al-Shafi'i-Moschee, die von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, wurde unter dem Kalifen Omar Ibn Al-Khattab errichtet. Die Marmorsäulen und die Al-Mangabi-Steine sind etwa 1.400 Jahre alt, und das Minarett ist etwa 850 Jahre alt. In der Vergangenheit wurden alte Moscheen nämlich ohne Minaretten gebaut, deshalb war dieses Minarett eine spätere Ergänzung der Moschee. Hier wurde die Lehre der schāfiitischen Schule gelehrt, weshalb die Moschee auch nach ihr benannt wurde. In der Nähe befindet sich ein altes Gebäude, das als „Waqf Al-Shafi'i“ bekannt ist und sich durch seine „Rawashin“ genannten Außenfenster auszeichnet. Es ist ein wunderbarer Ort, um ein wenig über die Hedschasi-Architektur und den Einfluss der Zeit darauf nachzudenken.

Al-Mimar-Moschee und Ain Farag Yosr

 

Die Al-Mimar-Moschee ist die zweitälteste Moschee in Dschidda. Sie ist mit orientalischen Inschriften geschmückt und an ihren Wänden sind Koranverse eingraviert. Al-Mimar-Moschee ist mit einem historischen Brunnen verbunden, der früher die Moschee mit Wasser versorgte. Dieser Brunnen ist von innen und außen mit Al-Mangabi-Steinen vom Ufer des Roten Meeres ausgekleidet. Wenn das Wasser im Brunnen knapp wurde, holte man Wasser aus der Quelle „Ain Farag Yosr“. Besucher beten in dieser Moschee und erfreuen sich an seiner historischen Lage und architektonischen Gestaltung.

Die Quelle „Ain Farag Yosr“, die auf eine lange Geschichte zurückblicken kann, wurde ursprünglich zur Bewässerung der Gassen „Haret Al-Mazloum und Haret Al-Yaman“ im historischen Dschidda gegraben und lieferte in jenen Jahrzehnten immer wieder Wasser, bis es im Jahre 1304 (nach der islamischen Zeitrechnung) vollständig versiegte. Heute heißt diese Quelle mit seiner langen, wertvollen Geschichte Besucher und Gäste, die sich für Altertümer und das lokale Erbe interessieren, willkommen.

Märkte mit Toren zu allen Zeiten Märkte mit Toren zu allen Zeiten

Märkte mit Toren zu allen Zeiten

 

Das historische Dschidda, in dem sich die ältesten Flohmärkte aller Zeiten befinden, ist das ideale Ziel für Liebhaber von Kulturerbe und Souvenirs sowie für diejenigen, die auf der Suche nach Handwerkskunst und handgefertigten Waren sowie für Liebhaber von Sonderangeboten.

Im Gebiet Al-Balad finden Sie den Markt „Souq Alawi“, der sich entlang der Qabel-Straße erstreckt. Auf diesem authentischen Markt werden traditionelle orientalische und Hedschasi-Kleidung sowie Edelsteine ausgestellt. Am Ende dieses Marktes erreichen Sie den ständig lebendigen Markt „Souq Al Badu“, der der Ausgangspunkt für die meisten der heute bekannten lokalen Kaufleute war. Ein Spaziergang durch die kulturell reichen Plätze mit den freundlichen und einfachen Gesten der Einheimischen ist ein einzigartiges Erlebnis in Dschidda.

Wenn Sie im Gebiet Al-Balad umherwandern, werden Sie „Barhat Al Shadschara“ finden, wo sich die einzigartigen Märkte von „Al-Khaskeya“ befinden, auf denen geschickte Verkäufer authentische und wertvolle handgefertigte Waren anbieten. Auch die vielen Großhandelszentren im Inneren bieten alles, was Sie sich wünschen können.

Souq Al-Nada“ ist eine weitere interessante Option, die sich im historischen Dschidda zwischen alten Gebäuden und Imbiss-Ständen erstreckt. Hier haben Sie mehrere, von Folklore geprägte Optionen, die Ihren Besuch zu einem spannenden Erlebnis macht und viele kleine Projekte vorschlägt.

Und vergessen Sie nicht, zum Abschluss Ihres Einkaufsbummels in beiden Geschäften „Tezkar Al Balad“ und „Tezkar Dschidda“ vorbeizuschauen, wo Sie erstaunliche Mitbringsel finden, wie z. B. kleine Nachbildungen alter Häuser im Gebiet Al-Balad und viele weitere innovative Geschenke, die Sie an diesen einzigartigen Besuch erinnern werden.

Restaurants, die alle Reisenden willkommen heißen Restaurants, die alle Reisenden willkommen heißen

Restaurants, die alle Reisenden willkommen heißen

 

Wenn Sie nach Ihrem Rundgang über die nahe gelegenen Märkte nach einem schnellen Imbiss auf Dschidda-Art suchen, sollten Sie sich das köstliche „Shawerma Shaker“ nicht entgehen lassen.

Versuchen Sie auch mal, im Restaurant „Baisi Ras Al Mandi “ zwei Plätze im Voraus zu reservieren. Dieses kleine Restaurant bietet eine begrenzte Auswahl an traditionellen lokalen Gerichten an. Die Atmosphäre des Lokals versetzt Sie zurück in die Zeiten des historischen Dschiddas.

Für einen wunderbaren Start in den Tag sollten Sie die 200 Jahre alte Bäckerei „Forn Al-Saeedi“ besuchen, die ab sieben Uhr morgens geöffnet wird und bekannt für die köstlichsten Backwaren wie „Al-Shareek“ und „Al-Fattut“ ist. Nur 22 Minuten entfernt liegt die älteste Filiale der etwa 100 Jahre alten Bäckerei „Forn Al-Sheikh“, dessen mit Fenchel und Schwarzkümmel versetztes Brot bei den Einheimischen seit Langem beliebt ist.